Das Leben ist wechselhaft, oft zauberschön mit Glücksmomenten, aber manches ist auch doof...
….es fordert uns täglich und wir
lernen, ob wir wollen oder nicht. Ein weiser Spruch sagt: "du lernst
für`s Leben und deine schwersten Zeiten sind deine besten
Lehrer", und du machst Prüfungen, ohne Ankündigung, für die du nicht
gelernt hast!
Dem kann ich in vielen Situationen 100% zustimmen, denn in so manchen
schweren Zeiten, die ich durchlebt habe, konnte ich, rückblickend, immer
etwas lehrreiches daraus mitnehmen.
Man sagt, nach Regen kommt Sonnenschein, und wenn es nicht mal regnen
würde, so wüssten wir den Sonnenschein nicht zu schätzen.
Da ist doch was Wahres dran🌞
Ähnlich verhält es sich auch mit unserer Gesundheit, Rauchen, Fastfood,
Alkohol, zu viel Zucker, Stress, Leben auf der Überholspur... alles
ganz normal !?
Wir nehmen uns nach jeder Würfelhustenattacke, und wenn das Treppensteigen
zur Challenge wird, vor: oh, shitt, ich muss wirklich was tun oder
weniger rauchen. Wenn das Essen, mit reichlich Fett und viel zu üppig ausfällt,
nehmen wir uns vor...ab nächster Woche leben wir gesünder ! Glückwunsch,
die IDEE ist geboren, der "Gute Wille" schon mal da !!
Ich nehme mich da in keinster Weise aus ! ..jedes Jahr zum Ende hin, kann
ich mit Bescheidenheit sagen: "Ich brauche keine neuen Vorsätze, die
vom letzten Jahr sind noch praktisch unangetastet!" in der Hinsicht bin
ich schon immer sehr sparsam gewesen. Sei gut zu Deinem Körper, denn deine
Seele wohnt darin.
Ein weiser Vers, der durchs Netzt geht.
Es bedarf dann aber meist noch einige Monde, bis man endlich die Kurve kriegt und erstmal ernsthaft darüber nachdenkt, ob man wirklich und tatsächlich etwas ändern WILL, denn da gehört eine gute Portion Willenskraft zu.
Nicht anders sieht es im
Zwischenmenschlichen aus, Freundschaft, Familie, Liebe.
Solange es läuft ist alles in bester Ordnung, aber wehe einer denkt anders,
es gerät etwas aus dem Ruder, oder jemand sagt mal seine Meinung, die nicht mit
der Meinung des Gegenüber konform ist, dann läuft`s plötzlich rückwärts. Einige
kollabieren sofort, andere werden respektlos, wieder andere ziehen sich beleidigt zurück,
und Schuld sind ja sowieso immer die Anderen!
Viel zu oft ist das der Fall, erst vor
einiger Zeit hatte ich eine dieser, ich nenne es mal
"Rückwärtsunterhaltungen".
Eine Begegnung unter Freunden, wir haben uns beide über unser Wiedersehen sehr
gefreut und uns wirklich richtig nett unterhalten, über Gott und die Welt. Dann
kippte die Unterhaltung auf eigenartige Weise plötzlich, und durch
beiderseitige Ausstrahlung- nur durch die Ausstrahlungen, endete die
Begegnung für uns nicht wirklich herzlich, was ich sehr bedauerte. Der Grund
dafür waren Sätze, die wir während unserer Unterhaltung sagten, diese aber vom
"Gegenüber" ganz anders aufgefasst und verstanden wurden. Man könnte
da sagen: "ist doch nicht meine Schuld, wenn DU etwas anderes
verstehst, als das, was ich gesagt habe"
Aber sind wir doch mal ehrlich, wir nehmen in solchen Situationen immer unsere eigene Wahrheit und die Sätze in uns auf, die wir eigentlich gar nicht hören wollen, und doch gerade dann sehr empfänglich dafür sind. Wir machen dann eine Geschichte, "unsere" Geschichte daraus und schon ist die Bombe scharf gemacht, die Freundschaft steht auf der Kippe und die Stimmung kommt einer Kriegserklärung gleich.
Dann geht jeder seiner Wege und denkt sich "du Arsch, oder du blöde Kuh,
damit verbunden eine wochenlange Sendepause auf allen Kanälen, oder ein Cut für
immer :-(
Muss das wirklich sein, wenn es nur um Worte ging und um die eigene
Auffassung.
Hat eine Freundschaft nicht eine Aussprache verdient, ohne dass man be- und
verurteilen muss ?!
...und so murkst jeder vor sich hin, die oben genannte Situation kam viele
Wochen später wieder einigermaßen ins Lot, ohne darüber noch ein Wort zu verlieren-
was ich sehr schade fand...
Heute nun geht jeder seine eigenen Wege,
weil der eine nicht mehr will und der andere nicht weiß WAS er will. So ist das
Leben eben!
Und wenn man manche vergangene Begegnungen und Beziehungen mal
Revue passieren lässt, dann kommt es schon mal vor, dass wir uns dabei
erwischen, an uns selbst zu zweifeln. Und genau da möchte ich jetzt mal,
stellvertretend für all diejenigen, die in ähnlichen Situationen sind, waren,
oder gerade nicht rausfinden, anknüpfen und ein wenig Mut machen: "es geht vorüber, man muss nur erstmal die 3 Phasen überwinden- Wut,
Unverständnis und die Opferrolle, welche, meines Erachtens, am schlimmsten ist,
am längsten anhält und man immer wieder darin gefangen sein kann, wenn man
seine Gedanken und den Fokus nicht verändert."
Ein kleines Beispiel:
Ein Gespräch mit einem Menschen, der dir sehr wichtig ist, läuft
nicht so wie du es vermutet hast, wie z.B. oben in meinem Gespräch.
Vielleicht war einer von beiden ohnehin schon nicht gut drauf und eine andere,
vorherige Situation spielte damit noch hinein oder die noch vorhandene Energien
davon. Das Gespräch kippt und ihr geht eurer Wege ohne euch nett zu
verabschieden, es kommt vom Gegenüber nur ein "man sieht sich" und du denkst gleich "am Arsch" und es
kommt sofort Wut hoch und Unverständnis, und du denkst dir "warum hat
er (sie) mich jetzt nicht verstanden, mir nicht mal richtig zugehört ??!!"
Diese Begegnung ist jetzt Teil deines
restlichen Tages, denn wir sind ja feinfühlige und sensible Wesen. Diese
Situation zimmert sich in deinen Kopf, in dein Tun und begleiten dich noch in
der Nacht...
Und dann kommt dieser "nicht so
tolle" Gedankengang, den wir eigentlich nicht brauchen können- du fühlst
dich als Opfer (dein Gegenüber fühlt sich vielleicht genauso und ist ebenso verletzt wie du) ist dir aber egal, denkst du dir, wenn deine Gedanken mal
eben in dessen Richtung schweifen.
Die nächsten Stunden, Tage und vielleicht auch Wochen grübelt man darüber
nach und sucht Antworten "what a fuck" man findet keine ! Nachrichten
kommen auch keine mehr, die Opferrolle wächst, weil du dich alleingelassen,
verraten, vergessen und ungeliebt fühlst, aber auch stur und bockig genug bist,
nicht den ersten Schritt zu tun, und du hättest sooo gern eine Nachricht, nur
ein paar nette liebe Worte....
Das wäre jetzt genau der richtige
Zeitpunkt, um in sich zu gehen, nach Antworten zu suchen, damit man nicht noch
mit silberglänzendem Haar und Kummerfalten im Gesicht in dieser Rolle
verkümmert, auf dem Schaukelstuhl sitzend, mit Strickzeug in der Hand, wo man
doch noch auf dem Tisch tanzen könnte und das Leben rocken.
Meist gelingt es uns auch irgendwann, diesen BANN zu durchbrechen, nicht
sofort... denn wir brauchen einige Zeit, um unsere Wunden zu lecken, uns selbst
zu bemitleiden und zu bocken. Wenn dann diese Phase überwunden ist, immer noch
traurig über die vielleicht abgeschriebene Freundschaft oder Beziehung, dann
hat man den Kopf wieder frei, aber nichts ist mehr wie es war.
Auch ich verfalle manchmal noch in diese vermaledeite Unterlegenheit
und denke darüber nach, was ist hier falsch gelaufen, was soll mir diese
Situation sagen, ich heule und bin wütend aber nicht mehr so lange.
Mir hilft dann eine Meditation, oder eine schamanischen Reisen zu meinem Unterbewusstsein, ein "in mich gehen", sehr gut
weiter, um nach dem Grund zu suchen, welcher ja in mir zu finden ist, denn wenn
ich mich ungerecht behandelt fühle, oder ich nicht so schnell aus
diesem, meinem Drama rausfinde, muss ich mir Antworten holen, und die finde ich
immer in mir selbst, in eine dieser Reisen ins Innere, um hinzugucken,
meine dunklen Flecken anschauen, damit diese bearbeitet und losgelassen
werden können. Und das wird jedes mal irre spannend, kann ich nur sagen, ein ROLLING COASTER ist ein Schiss dagegen !!!
Wenn ich NICHT auf mein Inneres höre, ihm
keine Aufmerksamkeit schenke, nicht "nach innen schaue", kommt bei
mir, so ganz ohne Vorwarnung, der zweite linke Haken und haut mich noch mal um,
den ersten hab ich ja schon während des "Gespräch" erhalten. Dann
lieg ich wie ein Maikäfer auf dem Rücken, jammere und jaule wieder rum, wie
unfair doch das Leben ist und frage wieder "was hab ich denn getan, und
warum immer ich?" und da ist es völlig egal ob es ein körperliches Leiden
ist oder ein seelisches, die zu findende Ursache bleibt die Gleiche, bis man
ihr auf den Grund geht und sie bearbeitet hat.
Und die Frage im Drama bleibt auch immer die gleich:
"warum eigentlich immer ich, ich
armer schwarzer Kater" 😕
eine berechtigte Frage?? ..ganz bestimmt nicht, aber eine der häufigsten
Fragen, die wir uns stellen, wenn alles mal wieder quer läuft oder das
Schicksal uns ein Bein stellt.
Bestimmt hat jeder von uns in schwierigen
Lebensabschnitten mit sich selbst und vielleicht auch mit
Gott gehadert oder mit dem Universum, und diese 3 Worte
weggeschmettert "WARUM IMMER ICH
?" und dann feststellen müssen, dass dieser
Satz mit geballter Wucht wieder zum Absender- zu uns- zurückkommt, und es ist
ganz egal wie oft wir diese Frage stellen, es wird zu einer Endlosschleife,
wenn wir immer wieder nach dem WARUM fragen. Wir können die Vergangenheit nicht
ändern, passiert ist passiert und es nützt auch nichts sich in der Zukunft nur
in der Opferrolle zu sehen.
Also.. hinschauen, resetten, Neustart
vornehmen. Aus der Frage "Warum immer ich, warum muss mir das immer
passieren ?" wird ein "Ok, es ist jetzt wie es ist, und ich versuche
mit dieser Situation fertig zu werden, damit umzugehen und mich neu zu
sortieren."
Das hilft oft schon und ist ein erster guter Ansatz.
In manchen Lebenssituationen ist das
unglaublich schwer dann bedarf es professionelle Hilfe von außen. Aber früher
oder später, ob mit oder ohne Hilfe können wir die Situation, die uns in die
Knie gezwungen hat, reflektieren, annehmen, hinschauen, damit umgehen und
"loslassen" !
Den Mut haben, die Situation anzunehmen und hinzuschauen, ist oft ein schmerzhafter Schritt, denn in den meisten Fällen, hat es etwas mit uns zu tun! Es sind unsere blinden Flecke, unsere unbearbeitete Verletzlichkeit, unser Ego, und unsere erlebten, in die hinterste Ecke in unseren Herzen gepackten, seelischen Schmerzen aus vorherigen Beziehungen, Verbindungen oder weiter zurückliegende Kindheitserlebnisse, die bearbeitet werden wollen. All das kommt immer wieder hoch, und andere Personen spiegeln es uns, und da wären wir auch schon beim nächsten Thema angelangt.
Die Resonanz
-wir alle spiegeln-
Es gibt Menschen in unserem Leben, die passen direkt in unser Herz, sodass man
sich fragt: "wo bitte warst du denn die ganzen Jahre?" Man trifft
sich, sieht sich und es macht bämmm. Oder man kennt sich flüchtig und es intensiviert
sich mit den Jahren, weil sich die Perspektive und die eigene Haltung verändert
hat, völlig egal, wenn's passt. Bei Freundschaften unter Frauen verhält es sich
oft ein wenig anders. Man lernt sich durch die Kinder kennen, durch Bekannte
auf Feiern oder beim Hundegassi, oder man kennt sich aus der Schul- und
Lehrzeit. Nicht zu vergessen, der Zufall, genau wie bei Begegnungen zwischen
Mann und Frau auch. Und ich weiß, dass einige unserer Begegnungen,
Partnerschaften und Freundschaften von oben geführt werden, damit wir MIT und
DURCH sie wachsen und lernen können. Oftmals dauert es einige Jahre, und man fragt sich, warum passiert mir ständig das gleiche. Man macht sich zum
Affen, gibt sein letztes Hemd, hilft wo man kann, und wenn bei ihnen alles wieder
rund läuft, geraten wir in Vergessenheit oder werden betrogen und belogen.
Schei.. Spiel, schon 6 mal erlebt in Freundschaft und Beziehung. Ich, jetzt im
hohen Alter von fast 63 Jahren, hab vieles angeschaut, bearbeitet und losgelassen.
Spannend, gefühlvoll, herzzerreißend und tränenreich, aber es hat sich gelohnt
und ich bin froh hingeschaut zu haben. Und wer jetzt meint, das war`s jetzt bei
mir, mit eigener Rückschau auf die blinden Flecken, die bearbeitet werden
wollen, und ich kann mich für den Rest meiner Tage zurücklehnen denn Karma
kann sich jetzt keins mehr angesammelt, den muss ich enttäuschen. Da ich noch
vorhabe ein paar Jährchen hier zu verweilen, kommen noch so manche Menschlein
in mein Leben, die mir Überraschungspäckchen überreichen werden, die ich
annehmen werde, achtsam reinschaue, und sie in Dankbarkeit dann loslassen
werde, vielleicht wieder mit Tränen, aber danach wieder ein wenig reicher an Erfahrung.

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