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Sonntag, 21. August 2022

Tiergeschichten Kapitel 4... und dann kam Paula

 Alles hat seine Zeit...

Ich glaube diejenigen von uns, die schon einmal ein geliebtes Tier verloren haben, wissen wie man sich in der Zeit danach fühlt. Der Verlust ist groß, das Tier allgegenwärtig und Kummer und Schmerz sind so groß, dass man sich sagt:
ich möchte nie mehr wieder ein Haustier haben...
mein Herz nicht mehr verschenken, nie wieder loslassen müssen, wenn die Zeit gekommen ist, weil es mich zerreißt wenn ich es wieder hergeben muss !!!
Es sollte kein anderer Hund Bellas Platz einnehmen, sie hatte zu sehr unser Herz berührt.
Tage vergingen, und es wurden Wochen daraus, Monate...
Unsere Bella war überall gegenwärtig, sie fehlte uns so sehr. Oscar streifte immer mal über den Platz im Garten wo wir sie begraben hatten. Die Familie und Freunde wollten uns davon überzeugen, dass es doch gut wäre einen neuen Hund in`s Haus zu holen.
Wir schauten uns dann und wann mal Bilder von Hundewelpen im Internet an, aber wir "schauten" eben nur.
Ich für mich wusste, dass es von der Zeit her nicht passen würde, einem Welpen jetzt im Moment gerecht zu werden, mit all der Aufwendung und der Zeit der Erziehung, es würde nicht passen, ich war noch nicht bereit dafür...

Und dann kam Paula !!

Etwa 6 Monate später, an einem Wochenende, stolperte mein Mann über eine Anzeige im Internet "Bordercollie- Welpen"12 Wochen alt. Angerufen, angeschaut und Paula hat sich ihr Herrchen ausgesucht ..ich war nur mit...
Es war die gleiche Liebhaberzucht aus der auch unsere Bella kam!

Paula, die kleine Fellnase, ..sie brachte mich an meine Grenzen.
Die Welpenzeit war noch recht lustig, man nahm sich vor, alles richtig zu machen, anders zu machen, nicht die gleichen Fehler noch einmal, die man in der Vergangenheit bei der Hundeerziehung gemacht hatte. Da immer neue Hundeflüsterer und Coaches über diverse Trainingsmethoden Bücher schrieben, die vom Titel her vielversprechend waren, hatte ich mich belesen und mich dann auch viel mit unserem Fellbaby beschäftigt, ich dachte mir
nur keine Langeweile aufkommen lassen.
Paula war sehr gelehrig und ich war eigentlich auch sehr zufrieden mit uns und unserem miteinander, wenn da nicht eine winzige Schwachstelle in einer meiner Hirnwindungen gewesen wäre...Ich habe unsere Bella als Vorbild genommen und habe Paula immer wieder mit ihr verglichen...
Ein fataler Fehler !!!

Paula war so ganz anders als Bella. Sie hatte natürlich auch- dieses für Bordercollies- typische Verhalten, aber dieser Hund war irgendwie anders. Bella war ein ruhiger Hund, sie hatte Geduld, sie war kindelieb, sie liebte es mit mir in den Garten zu gehen und sah mir stundenlang zu, sie war eine so unglaublich innige treue Seele. Wenn Herrchen heim kam, brachte sie ihm seine Hausschuh und zur Begrüßung heulte sie wie ein Wolf.

Vielleicht war es ja doch noch zu früh für einen neuen Hund...
Die Grundregeln hatte unsere kleine Maus recht schnell gelernt, und wir meldeten uns in der Welpenschule an.
Vom Grundgedanken her war es auch ok, nur wir hatten keine Regelmäßigkeiten. Entweder hatte Paula häufig eine Bindehautentzündung, was manchmal häufiger bei Junghunden vorkommt, oder Durchfall...so strich kostbare Zeit ins Land. 

Die Bindehautentzündungen wurden mit der Zeit weniger und auch der ständige Durchfall lies nach. Die kleine Maus hatte einen so empfindlichen Magen- Darmtrakt, das sie keine Leckerlies vertrug und wir ausgewähltes Sensitivfutter für sie kaufen mussten. Die Leckerchen machte ich selbst aus Hühnchen und Rindfleisch. Ich kaufte Rindfleisch und Hähnchen, kochte dieses separat voneinander und salzfrei und zerteilte es in Leckerliegerechte Stückchen. Dann kommen diese auf ein mit Backpapier belegtes Blech und für ca. 1 Std. in den Backofen bei etwa 100°C. Das Fleisch ist dann geröstet und die Feuchtigkeit ist raus, so macht ich es haltbar.
Hundekekse werden ebenfalls selbst gebacken. 

Das Autofahren vertrug unser Hundekind auch nicht, sie musste sich immer übergeben. Schon wenn ich den Autoschlüssel in die Hand nahm, versteckte sie sich in ihrem Körbchen und zitterte.
Aber auch das bekamen Paula und ich gut in den Griff... 
Wir brauchten dazu jeden Tag etwa 15 Minuten Zeit, Leckerlies, ein Buch und unser Auto. Mein Hund und ich saßen im geöffneten Kofferraum, der Motor war aus und Paula legte sich nach wenigen Minuten hin. Das machten wir einige Tage, bis sie die eigentliche Angst vor dem Auto verlor. 
Der nächste Schritt war, das Paula allein im Kofferraum blieb, mit geschlossener Heckklappe und ich den Motor startete, dann kurz vor und zurück fuhr, Motor aus machte und ich mich wieder zu ihr in den geöffneten Kofferraum setzte. Nach etwa 14 Tagen sprang mein Hundemädchen von allein ins Auto und wir konnten kurze Strecken fahren, ohne dass sie in Panik geriet und ohne sich zu übergeben.
Das nächste kleine Problemchen war, dass sie auch ganz schnell wieder aus dem Auto raussprang, sowie der Deckel aufging. Das habe ich zum Glück auch hinbekommen. Bevor ich die Heckklappe öffnete, klopfte ich an die Scheibe und da mein Hund die Grundkommandos mit "sitz und platz" schon beherrschte, brauchte ich nur sagen und anzuzeigen dass sie ins "sitz" gehen muss, bevor ich den Kofferraum öffne. Und auch dann hat sie noch zu warten, bis ich sie auflöse.
Hat wunderbar funktioniert, auch heute noch.

Die Leinenführigkeit- eine wahre Katastrophe-
Paula und die Leine passten genauso wenig zusammen wie ein Zebra im rosa Schlafanzug... 
Sie war mittlerweile schon 2 Jahre und sie konnte nicht an der Leine gehen. Unsere Spaziergänge waren eine Tortur !!!
Ich hab es vermieden mit ihr spazieren zu gehen, schon beim Schuhe anziehen, kam bei mir die schlechte Laune hoch, und ein Film ging in meinem Kopf ab...und genau das hat auch mein Hund gespürt, die schlaue Plüschnase...weil der Fehler immer am anderen Ende der Leine zu finden ist- heute bin ich schlauer. Das Umsetzen ist dennoch nicht so einfach, ich muss meine Köperhaltung und meine Gedanken in manchen Situationen auch heute noch, immer mal wieder neu downloaden.
Auf unseren Spaziergängen brachte mich mein Hund an meine Grenzen. 
Was hab ich nicht alles versucht... 
..stehenbleiben wenn sie an der Leine gezogen hat,
..versucht, mich vor sie zu stellen, um sie zu begrenzen,
..ein Leckerchen in der Hand halten, um ihre Aufmerksamkeit zu bekommen,
ich machte mich selbst zum Affen und bellte sie an, wenn sie an der Leine zog. Für einige Tage hatte es was gebracht, aber dann ging der Gleiche Stress wieder von vorn los...
wer weiß was ich ihr zugebellt hatte, sie nahm mich nicht ernst.


Die Hundeschule sollte helfen
Dort bekam ich eine Anleitung, jeder Hundetrainer arbeitet nach "seinem" Konzept und dieses sollte ich nun bei meinen Gassigängen anwenden. Es hatte mit Paula und der Trainerin ja funktioniert, 
nur mit Paula und mir nicht, nicht auf dem Hundeplatz und schon gar nicht zu Hause, jeder Gassigang wurde für uns zum Spießrutenlauf. Mein Hund hatte nur noch ihren Schwanz zwischen den Beinen bis hoch zum Bauch geklemmt und unsere Spaziergänge waren noch schlimmer als zuvor. 
Dann kamen natürlich noch meine Gedanken hinzu, die meine negative Einstellung im Schlepptau hatte..."oh man, das wird wieder ein Drama, und es wurde eins !!!
Ich hatte die Methoden aus der Hundeschule schon nach kurzer Zeit nicht mehr angewandt, da mir mein Hund absolut leid tat, ich möchte sie hier auch nicht unbedingt erwähnen, das hab ich noch nie vorher irgendwo gesehen, gelesen oder gehört....es war für`n A....
Unser gemeinsamen Gassirunden sollten keine Angsrunden mit eingezogenem Schwanz werden, der bis unterm Bauchnabel klemmte.

👐Ich schickte auf einem unsere Spaziergänge einen Hilferuf gen`Himmel !
Dann kam mir, die für uns beste Idee in Bezug auf:
Paula und Frauchen gehen Spazieren, in den Sinn!
Ich kaufte mir eine gut 20 Meter lange Schleppleine und ein Hundegeschirr, dann machten mein Hund und ich kilometerweite Wanderungen, oftmals bis in die angrenzenden Dörfer und zurück, an manchen Tagen waren wir bis zu 3 Stunden unterwegs. Es war so wundervoll !!!
Zum ersten mal freute ich mich auf unsere Spaziergänge und meine Paula hat meine gute Laune gespürt, die positive Einstellung, die ich hatte, weil ich mich auf unseren Ausflug freute. 
Es war von nun an super und die Gassirunden waren schön für uns beide. Sie lief an dieser langen Laufleine fast perfekt. Wenn ich sie -bei Fuß- haben wollte ging sie bei Fuß, aber nur und ausschließlich, ohne Druck und ohne Zug auf der Leine. Wir hatten unseren Weg gefunden und waren glücklich💗
Kurze Zeit später hatte eine Freundin meiner Tochter - ebenfalls eine Hundetrainerin- einen Workshop angeboten, der Titel: "Das andere Ende der Leine" wie passend. 
Zu diesem Workshop hab ich Paula und mich angemeldet.

Und das war DAS BESTE was wir beide erfahren durften. Dieser Workshop ging 2 Tage. Es war mega toll und super lustig und absolut lehrreich. Und genau das hatte unserer Zusammengehörigkeit noch gefehlt, wie die Sahne auf der Kirsche.
Der erste Vormittag bestand hauptsächlich aus Theorie. Es wurden Gruppen gebildet und einzelne Punkte erarbeitet, wie beispielsweise...welchen Stellenwert hat dein Hund für dich und welchen Platz nimmt er ein in deinem Leben, wie reagierst du auf deinen Hund in bestimmten Situationen und wie reagiert dein Hund dann... ect.
Es wurde sehr viel angesprochen, es hatte ja einen Grund, warum wir alle hier waren. Wir sollten unter anderem aus der Sicht des Hundes- unseres Hundes, mal einige Dinge betrachten, einfach sich mal in die Lage des Hundes versetzen und Situationen aus einem anderen Blickwinkel betrachten. Das war so genial, ich sag`s euch... und dann kam das Partnertraining, das war der KRACHER überhaupt !!!
Wir sollten uns einen Partner (Mensch) für dieses Training auswählen. Einer der Partner war nun in der Rolle des Hundes, der andere war das Frauchen (Herrchen gab es keinen, wir waren nur Frauen). Dem Hund in seiner Rolle, wurden dann die Augen verbunden und ein Teil der Leine in die Hand gegeben. Das andere Ende der Leine hatte unser Partner- Frauchen. Wir sollten uns nun vorstellen, wie es sich anfühlt 'Hund zu sein'. Die Augen wurden deshalb verbunden, weil unsere anderen Sinne dadurch geschärft werden sollten und wir uns auf unser Frauchen einlassen sollten und uns führen lassen. Coole Sache...
Nach nicht mal 2 Minuten, kam ich zu der Erkenntnis: So fühlt also mein Hund !!
Von Führung war hier nichts zu spüren, aber alles andere dort im Wald war sooo MEGA interessant. Es roch so toll und es knackte und knisterte so schön, und was mir nicht gefiel: 
Frauchen zerrte ständig an meiner Leine, mal wollte sie hier hin, mal dort hin und manchmal kam sie mir auch hinterher...
Es war so genial, so cool und mega lustig, wir lagen am Boden vor lachen😅
Dann wurden natürlich die Rollen getauscht, das Ergebnis war das Gleiche- keine Führung, keinen Plan, nur wildes Gezerre und umherstolpern von Hunden in Menschengestalt mit verbundenen Augen. So viel gelacht wie an diesem Tag hatte ich lange nicht mehr!
Dann ging das eigentliche Training los.
Wir wussten ja schon beim, an der Leine laufen, was bei uns falsch läuft, und das wurde nun in allen Einzelheiten erarbeitet, und zwar so, dass es auch bei allen Teilnehmern ankam. 
In der zweiten Runde suchten wir uns einen anderen Partner und das gleiche Rollenspiel wurde noch einmal gespielt. Es war dieses mal irgendwie anders, nicht weil wir uns darauf konzentrierten, eher weil eine ganz andere Energie dabei war. Ich-als Hund- wusste ganz genau wohin ich zu gehen hatte, ich stieß an keinen Stein und stolperte auch über keine Wurzel, ich hatte ein sehr großes Vertrauen zu meinem -anderen Ende der Leine- . Es fühlte sich für mich an, wie ein heißer Draht zwischen uns, ich habe die Energie spüren können, die mich leitete und Vertrauen war da.
Wenn ich eine andere Richtung einschlagen wollte, ging es dieses mal nicht so ohne weiteres, und ich folgte weiterhin meinem Partner am anderen Ende der Leine. 
Das arbeiten mit unseren Hunden ging dann fast wie von selbst.
Die volle Aufmerksamkeit unseres Hundes erreichen- zu Anfang noch mit Leckerlies- dann mit den Kommandos beginnen und alles sehr liebevoll aber konsequent. Und die Energie auf eine GUTE Frequenz bringen, die die Freude an der ganzen Sache ausstrahlt.

Dieser Workshop war das BESTE für meine Paula im Umgang mit mir- ja genau, so muss die Satzstellung lauten ! Er hat mir die Augen geöffnet und auch mein Herz.
An dieser Stelle möchte ich noch einmal DANKE sagen an Conny die ganz wundervoll ist.

Einige Monate später gab es einen weiteren Workshop, den Paula und ich besucht haben, das Thema: Das andere Ende der Leine- diesmal ohne Leine- 
Auch dieser Tag war der Hit. Oh man was war ich stolz auf meine Paula, was sie so alles konnte und umsetzte. Dieser Workshop war mitten in einem Stadtpark, mit Besuchern und mein Hund lies sich fast nicht ablenken oder aus der Ruhe bringen. Paula gehorchte und machte, so wie alle ihre Hundekumpels, ihre Übungen. Auch der Tag war rundum Fantastisch 🍀🐶



Paula- (m)eine liebevolle Herausforderung

...ich nahm mir vor, sie perfekt zu erziehen und wurde schwach. 
Ich verwöhnte sie und war nicht immer konsequent.
Sie sollte gehorsam sein, das ich stolz auf sie sein konnte,
doch sie forderte mich heraus, bis fast ans Ende meiner Kräfte.
Sie war widerspenstig und eigensinnig und ich hatte wenig Geduld.
Ich ignorierte sie, wollte überlegen sein...
ich bat um Hilfe, Kraft und einen Weg.
Sie war der Clown, ich saß im Publikum...
Ich wünschte mir einen Begleiter an meiner Seite,
für gemeinsame Spaziergänge und einsame Stunden...
Und ich bekam den besten Freund, der mir all seine Liebe gibt,
bedingungslos, egal wie ich mich fühle oder aussehe.
Sie brachte mich an meine Grenzen, öffnete Horizonte
über die ich niemals geblickt hätte,
bremste mich aus, lehrte mich, mich in Geduld zu üben,
und verteilte Belohnungen an mich!
Sie war- und ist- mein Lehrer, mein Spiegel,
mein treuester Begleiter und mein allerbester Freund.
Ich bekam nicht das, was ich wollte,
aber ich bekam sooooo viel mehr💗

DANKE MEIN ENGEL AUF 4 PFOTEN 

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...die Jahre vergingen, Paula ist jetzt 10 Jahre alt und unser Zusammenleben ist wundervoll.
Wir haben viele tolle Dinge miteinander erlebt und sie ist ein absoluter Clown in ihrer Mimik.
Sie hat ihren eigenen Instagram Account und schenkt den Menschen ein Lächeln. Sie merkt ganz genau, wenn es mir nicht gut geht, sie ist mein Seelenhund. Wenn ich traurig bin, kuschelt sie sich an mich, weine ich, leckt sie mir die Tränen weg- nicht weil sie salzig sind- sie tröstet mich wirklich. Sie hat so viele Kunststücke drauf und spult manchmal das ganze Programm für ein Leckerchen ab...sie lässt sich auch von mir verkleiden für einen lustigen Schnappschuss bei Instagram- für einen Leckerbissen tut sie fast alles.
Sie ist so wundervoll !!!

Eines ist leider in den vergangenen Jahren ein Problem geblieben, sie hat noch immer Darmprobleme, was leider schon chronisch und nicht mehr heilbar ist und sie leidet an einer Autoimmunkrankheit, was in diesem Jahr auch diagnostiziert wurde. Was hätte man ihr ersparen können an Schmerzen in den letzten Jahren, wenn manche Ärzte die Meinung und mögliche Selbstdiagnose der Hundehalter zulassen würden und nicht nur den Gelehrten raushängen ließen...
Seit Jahren war ich immer der Meinung, dass mein Hund auf gewisse Tiernahrungsmittel allergisch reagiert. Im Alleingang versuchte ich ein Ausschlussverfahren, hab es aber nicht wirklich geschafft. Was tatsächlich für längere Zeit mal geholfen hat, war Pferdefleisch, nicht als Barf, ich hab es gekocht. Aber das hat auch nicht auf Dauer das Probleme gelöst.
Wenn ich das Futter umstellte, dann ging es ein viertel Jahr etwas besser, aber das eigentliche Problem war immer noch da. Sie reagierte immer mit einem roten Popo, für den ich dann von den Ärzten Salben und Creme`s, bekam, aber es hat nur kurze Zeit geholfen. Auch das teuerste Futter hat nach 3 Monaten ihre Rosette wieder wund werden lassen. Irgendwie hatten es die Doktoren immer auf ihre Analdrüsen abgesehen und quetschten diese, meist unter Schmerzen, aus. 
Unsere Fellnase hat nun eine wundervolle Tierärztin, die mir die Autoimmunkrankheit bestätigte und auch den Grund für den jahrelangen roten Popo, ihre Rosette war zuletzt doppelt so groß, geschwollen und blutig. Nach ihrer Diagnose und ihren  Verdacht überwies sie mich in eine Tierklinik um noch eine zweite Meinung einzuholen und dann konnte Paula gezielt behandelt werden und ist seit einem halben Jahr schmerzfrei.  
Durch ihre Immunkrankheit, die Überreaktion ihres Immunsystems, haben sich Analfisteln innen am After gebildet die bei ihr schon seit Jahren chronisch geworden sind. Paula ist jetzt mit Cortison gut eingestellt und ihr Immunsystem muss nicht mehr auf Hochtouren arbeiten, auch ihr Popo wird mit einer cortisonhaltigen Lotion täglich eingeschmiert und ist seitdem nicht mehr wund. Sie legt sich dafür auch selbst auf die Seite und hebt ihr Schwänzchen dazu hoch- sie weiß es tut ihr gut. 
Wie man ja weiß, hat Cortison aber auch seine Nebenwirkungen. Paula hat an Gewicht 3 Kilo zugelegt, hat immer Hunger. wahnsinns Durst und hat auf Grund des Gewichts weniger Kondition. Längere Spaziergänge sind für sie zu anstrengend geworden, die mussten wir reduzieren, manchmal geht es auch nur zum spielen in den Garten, aber die Hauptsache ist, dass sie endlich wieder eine Lebensqualität hat und schmerzfrei ist❤️

Fortsetzung folgt 

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Tiergeschichten, Charlotte, Bärenelfe,