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Sonntag, 28. August 2022

Bärenelfe Kapitel 2 Entscheidungen

Kapitel 2 Entscheidungen

Nach reiflicher Überlegung beschlossen mein Mann und ich, uns um unsere verbliebenen Elternteile intensiver zu kümmern.Da es nicht möglich war,
täglich 
20 km von A nach B zu fahren und unser Pflegekind- was wir zu der Zeit noch hatten uns auch brauchte, wir berufstätig waren, haben wir uns nach gutem Überlegen entschlossen, mein Elternhaus umzubauen, um dort alle miteinander einzuziehen.

Notariell wurde alles mit meinen Geschwistern abgeklärt, und wir zogen nach ca.6 monatiger Umbauaktion in unser „Knusperhäuschen“ ein. Zunächst mal in getrennte Wohnungen. 
Mein Schwiegervater bekam ein Zimmer in unserer Haushälfte und meine Mutter hatte ihre gewohnten eigenen 4 Wände, wie zuvor auch schon. Wir trafen uns 4x täglich zu den Mahlzeiten bei uns in unserer großen Wohnküche. Die Anfangszeit war sehr schwierig, weil wir uns alle erst an das neue „Zusammenleben“ gewöhnen mussten. Es gab viele Auseinandersetzungen, sowohl mit meiner Mutter als auch mit meinem Schwiegervater, der versucht hat, sehr dominant zu wirken, und beide noch mit dem Verlust des Ehepartners zu tun hatten.
Bei allen Schwierigkeiten die wir hatten, waren mein Mann und ich uns in jeder Beziehung einig, dass wir beide das alles so wollten, und wir machten uns gegenseitig immer wieder Mut.

Oma und Opa
So vergingen 2 ½ Jahre in denen wir so manchen Spaß, Freude miteinander, manche Sorgen und auch mal Ärger mit Oma und Opa hatten. Wir mussten aus unserer Situation das Bestmögliche machen. Mein Schwiegervater war geistig total klar, dagegen funktionierte das Kurzzeitgedächtnis meiner Mutter immer schlechter. Wir beantragten für sie die 1. Pflegestufe, die auch alsbald befürwortet und genehmigt wurde. Mehr und mehr kamen die täglichen Konflikte auf uns zu. Ich durfte die Wohnung meiner Mutter nicht mehr sauber machen,
weil sie es noch selber könne
, sie tat es aber nicht mehr, nur auf Anleitung wenn ich dabei war. Sie war traurig, missmutig und manchmal ganz schön garstig, wenn ich bei ihr sauber machen wollte. Es war nicht so einfach, da das rechte Maß zu finden, damit wir beide nicht täglich aneinander gerieten. Einfallsreichtum war gefragt....
Wenn ich zum Beispiel Staub saugen wollte bei ihr, reichte ich ihr ein Staubtuch damit sie ihren Schrank und die Anrichte abstauben konnte. Ich sagte ihr im Vorfeld, "Mama wärest Du so lieb und hilfst mir beim abstauben, gemeinsam sind wir schneller fertig, wir wollten doch anschließend noch zum Friedhof (einkaufen, ect.) gehen."
Auch wenn es keine Verabredung im Vorgespräch gab, es hat die ganze Situation einfacher gemacht und das Miteinander erleichtert.
Das hatte in dem Stadium ihrer Demenz sehr gut funktioniert.

Die Körperpflege wurde auch zum Problem. Meine Mutter war immer eine sehr reinliche Frau. Sie wusch oder duschte sich täglich, als sie noch nicht erkrankt war. Die tägliche Körperpflege gelangte nun aber in den Hintergrund, war in Vergessenheit geraten. Auch beim Ankleiden besaß sie nun ihren ganz eigenen Stil. Sie zog manchmal 2 Blusen übereinander oder 2 Pullover. Meine Mutter hatte zum Beispiel in ihrem Kleiderschrank "Bluseneinsätze" auch als Blusenkragen bekannt. Die trug sie immer ganz gerne unter Pullis, die einen V-Ausschnitt hatten. Diese Blusenkragen trug sie nun eine ganze Woche lang, 4 Tage von rechts 3 Tage auf links. Zu fragen oder sie darauf aufmerksam machen, das schenkte ich mir, es artete meist in Aggressionen aus oder es gab Tränen. Ich nahm ihren besonderen "Stile" so hin. Ich konnte sie manches mal dazu bewegen mir ihre Wäsche zu geben, wenn ich sagte, dass ich noch ein paar Wäschestücke brauchen würde, um die Waschmaschine voll zu bekommen. Wenn wir zum Arzt mussten oder außer Haus gingen suchten wir gemeinsam die Garderobe aus, und ich nahm den Schlüssel vom Kleiderschrank an mich. Sie merkte es natürlich, dass der Schlüssel fehlte, aber ich half ihr dann jedes mal beim "suchen". Das konnte ich natürlich nicht immer machen. Das andere mal ließ ich ihr nur die Kleidung im Kleiderschrank, die sie für den nächsten Tag brauchte, alle anderen Kleidungsstücke waren gerade "in der Waschmaschine". Mein Erfindungsreichtum wuchs von Tag zu Tag..... 
Erschwerend kam das „Mutter- Tochter- Verhältnis“ hinzu. Ich bemühte mich um ein anderes Denkmuster, aber es gelang mir zu dem Zeitpunkt nur bedingt. Jeden 2.Tag schimpfte meine Mutter uns aus, wir hätten ihr Telefon mitgenommen oder ihre Geldbörse. Das Telefon fanden wir manchmal in einer Kaffeekanne in ihrem Wohnzimmerschrank, oder in die Seiten des Sofas gedrückt, weit runtergedrückt. Der kleine Trick dabei, das Kommunikationsgerät zu finden- die Nummer zu wählen und wenn es nicht gerade auf "stumm" geschaltet war, hat`s in irgendeinem Teil des Hauses gebimmelt.   
Wenn die Enkelkinder ihr mal einen lieben Besuch abstatteten, hat sie sich bei uns beschwert, sie wollten nur um Geld betteln. Es war nervig, traurig, und es tat weh!!
Und weit und breit keiner da, der dich versteht, dem du sagen kannst was dich grad so fertig macht, was dich grad so sehr bewegt und du musst weitermachen, es ist deine Mutter, du liebst diese Frau, die alles für dich getan hat als du ein kleines Mädchen warst, die dich nächtelang getragen hat als du ein Baby warst...…
An einem Tag im November 2005 wurde dann unsere kleine „Wohngemeinschaft“ das 1.mal auf eine harte Probe gestellt.
Wir fanden meinen Schwiegervater am Morgen in seinem Bett mit angeschnittenen Pulsadern vor, überall Blut, furchtbar. Seine Antwort darauf war, er hätte keine Lust mehr zu leben und ständige Schmerzen. Aber ich glaube es war eher ein „Hilferuf“. Da der zuständige Arzt nicht zum Hausbesuch kam, sollte mein Mann seinen Vater in seine Praxis bringen, sein Vater weigerte sich aber strickt, da es ihm unangenehm war. Mein Mann nahm das Telefon, rief beim Arzt an und dieser versicherte ihm, wenn er es nicht schaffe, seinen Vater zu ihm zu bringen, dann wäre es unterlassene Hilfeleistung seinerseits, da der Arzt die Sachlage kenne,
er MUSS ihn in die Praxis bringen. Er fuhr dann auch mit, der Arzt versorgte meinen Schwiegervater und sprach mit ihm Klartext. Der damalige hiesige Arzt sagte immer was er dachte, auch in dieser Situation.
Mein Schwiegervater hatte Schmerzen keine Frage, denn er hatte so einiges an körperlichen Leiden zu tragen. Emotional erholte er sich wieder, bis uns der „nächste Fall“ wieder auf eine harte Probe stellen sollte.


Eisregen Ende Januar 2006, und Opa fällt vor unserer Haustür auf seine linke Hüfte. Krankenhaus- OP- Reha….
Da er Marcumar Patient war, also Blutverdünner nehmen musste, und das Krankenhaus durch die damalige aktuell bedingte Witterung überfüllt war, wurde er erst nach fast 14 Tagen operiert, UNFASSBAR !! Es ging ihm bescheiden, emotional wie auch körperlich.
...und es kam noch schlimmer!
14 Tage nachdem Opa gestürzt war, tat meine Mutter es ihm gleich. Sie stürzte eines Nachts über ihren Nachtschrank, den sie immer vor ihrer Schlafzimmertür platzierte und brach sich, über ihrem 1999 bekommenen künstlichen Hüftgelenk, den Knochen. Krankenhaus- OP- Reha….

Da waren sie wieder die PARALLELEN !
Durch diese OP verschlimmerte sich ihr kognitiver Zustand um einiges.

Was uns dann erst so richtig bewusst wurde, meine Mutter hatte ein ernsthaftes Alkoholproblem, welches sie wunderbar verschleiern konnte.
Sie täuschte uns oftmals Übelkeit oder Kopfschmerzen vor, damit sie zeitig zu Bett gehen konnte, um im Bett Wein trinken zu können. Beim Aufräumen sind uns mehr als 50 leere Weinflaschen in die Hände gefallen, an den unmöglichsten Stellen versteckt, wo man nicht hinguckt beim Hausputz. Und wir haben es nicht mitbekommen, wann und wie sie an den Alkohol gekommen ist, es ist uns bis heute ein nicht gelöstes Rätsel. Ganz schlimm war, dass sie im KH eine Art kalten „Entzug“ durchmachte, obwohl wir Ärzte und Schwestern auf die Sachlage und ihr Problem hingewiesen hatten, dennoch ging man dort nicht wesentlich darauf ein. Sie wurde ruhiggestellt und am Bett fixiert, ich war entsetzt, und hab mich beschwert. Und- "in dem Augenblick wo sie sich selbst gefährdet, bräuchten die Ärzte und das Pflegepersonal auch kein Einverständnis der Angehörigen, da wird spontan entschieden" hieß es !!!
OK, heute kann ich es nachvollziehen, zu dem Zeitpunkt nicht...
Es war furchtbar sie so da liegen zu sehen. Sie wollte weg aus dem Krankenhaus, weil sie mit dieser ganzen Umgebung und mit der ganzen Situation überfordert war.
Zu Hause konnte sie nicht aufstehen nach ihrem Sturz, sie schrie als sie von den Sanitätern auf die Trage gehoben wurde, und im Krankenhaus spazierte sie „vor“ der OP auf dem Gang rum um nach Hause zu gehen, im Nachthemd. Und als man ihr beidseitig Bettgitter verpasste, schwang sie die Beine oben drüber, durch die Schmerzmittel die man ihr gab, schienen ihre Schmerzen nicht mehr so präsent gewesen zu sein, und sie wusste natürlich auch nicht warum sie an einem Ort war, den sie noch nie gesehen hatte, und nicht kannte. Deshalb wurde sie fixiert, ich sehe es heute aus einer anderen Sichtweise und mit einem anderen Wissen.

Durch die OP an ihrer Hüfte, das ganze Geschehen drum herum und die Narkose, verschlimmerte sich die Demenzkrankheit bei meiner Mutter und es war unumgänglich beim Vormundschaftsgericht eine Amtsvormundschaft zu beantragen. Ich tat mich damit sehr schwer aber es war sehr wichtig und richtig.
Nach dem Krankenhausaufenthalt kam meine Mutter in eine geriatrische Reha- Klinik. Ihr Zustand hatte sich so sehr verändert im Gegensatz zum Zeitpunkt vor ihrem Sturz, dass man mir empfahl, die Pflegestufe 2 zu beantragen. Diese wurde in erster Instanz abgelehnt, die Antwort auf meinen Widerspruch ließ lange auf sich warten, aber wurde dann in der zweiten Antragstellung befürwortet und genehmigt.
In unserem Haus mussten, bevor Oma und Opa wieder nach Hause kamen, nochmals einige Umbauaktionen durchgeführt werden. Wir hatten dafür ca.2 Wochen Zeit. Wir brauchten einen Durchbruch zur Wohnung meiner Mutter, weil es nun nicht mehr möglich war, sie allein in ihrer Wohnung zu lassen. Das Badezimmer im Erdgeschoss, welches sich nun beide teilen mussten, sollte behindertengerecht umgebaut werden, denn auch mein Schwiegervater war nicht mehr der, der er war vor seinem Sturz.
Er war auf einen Rollator angewiesen, ohne den ging gar nichts mehr.
Ende März waren unsere beiden „Oldies“ wie wir sie manchmal liebevoll nannten, wieder daheim.

Meine Mutter waren ihre eigenen 4 Wände fremd geworden und sie hatte sich ständig verlaufen, sie war teilweise sehr desorientiert. Ich schrieb große, gut lesbare Zettel mit den jeweiligen Räumlichkeiten, und klebte diese an alle Türen. Da meine Mutter noch lesen konnte, war das fürs erste eine kleine Hilfe, und sie war sehr dankbar dafür.
Ich sandte einen Hilferuf per Telefon an die Pflegeüberleitung der Reha- Klinik in der meine Mutter nach ihrem Krankenhausaufenthalt war, und noch am gleichen Abend kam ein sehr netter Herr zu uns. In einem langen Gespräch gab er uns Ratschläge für den Alltag der auf uns zukam, und so versuchten wir aus der Situation das bestmögliche zu machen.
Mein Alltag sah fortan so aus, wie die Arbeit in einem Seniorenheim. Als Erleichterung für mich kam nun 2x in der Woche die “Häusliche Krankenpflege” zum Duschen für Oma und Opa.
Die Damen waren alle überaus nett und mit ein bisschen Witz und Esprit lockerten sie schon am frühen Morgen manche festgefahrene Situation auf.

Das Verhältnis zwischen meinem Schwiegervater und mir hat sich nach seinem KH- Aufenthalt sehr zum Positiven entwickelt. Wenn er vorher auch oftmals sehr forsch und dominant war und öfter mal einen Anflug hatte,
sich über Dinge aufzuregen die belanglos waren, so war er jetzt liebenswürdiger und zugänglicher.
Die Dinge nahmen ihren Lauf, wir sollten aus den Aufregungen nicht herauskommen....
Das Verhältnis zu meiner Mutter war vor ihrer Demenzkrankheit- das Beste was man sich unter einer Mutter- Tochter- Beziehung vorstellen konnte.

Alles was man können sollte, wenn man eine eigene Familie zu versorgen hat, hab ich von ihr gelernt. Sie war mein Vorbild, die beste Mama und allerliebste Oma, ich habe sie auf einen Sockel gestellt, ich wollte immer so sein wie sie.
Heute wünsche ich mir und meinen Kindern niemals so zu werden....😥


Die Krankheit hatte uns alle verändert.
Mein Ideenreichtum nahm von Woche zu Woche zu, ich kann im Rückblick auch nicht mal sagen, woher so manche Idee entsprang, es war zumindest zum Wohle aller Beteiligten und hat uns für einige Zeit immer etwas weiter geholfen.
Meine Mutter hat sehr oft bei Tisch oder bei ihren Runden durchs Haus, nach dem aktuellen Wochentag und dem Datum gefragt. Da sie es aber schon gleich nachdem ich es ihr sagte, vergessen hatte, hab ich mir eines Abend`s einen Din.A3, großen Zeichenblock genommen, habe den Monat, den Wochentag, und das Datum gut sichtbar mit einem schwarzen Edding draufgeschrieben und jeden Tag wenn ich am Morgen die Küche betrat, dieses an die Schranktür geklebt, gut sichtbar für meine Mama. Ihr hat das gefallen, es war für sie ein Highlight am Morgen das Datum vorzulesen, manches mal 3 oder 4x während der Mahlzeiten. In den Herbstmonaten hab ich die Fronten der Küchenschränke mit bunten Blättern beklebt, die wir auf gemeinsamen Spaziergängen gesammelt haben. Aber auch diese schönen, und leider selten gewordenen Tage, wichen bald den schwierigeren...
  
Meine Nerven waren oftmals zum zerreißen gespannt,
wenn zum Beispiel das Telefon wieder nicht aufzufinden war und wir es dann irgendwann im Kissenbezug wiederfanden oder im Schrank in der Kaffeekanne oder im Stiefel beim Schuhschrank. Wenn im Kleiderschrank die Schmutzwäsche lag, die benutzten Vorlagen, Stofftiere, Bücher und Handtaschen, aber von den Strumpfhosen und den Unterhemden jegliche Spur fehlte, auch nach intensiver Suche.
Sie fing dann an zu weinen, weil sie sie ja nicht weggeräumt habe, und ich suchte verzweifelt in all ihren Räumen. Nach 3-4 Tagen fand sich das ein oder andere dann mal wieder an, manchmal. Ich fand es auch nicht so witzig wenn meine Mutter sich bei anderen Leuten beschwerte, dass wir sie einsperren würden- sie hatte dann aber die Haustür abgeschlossen und den Schlüssel "verlegt".


Mit der Zeit war auch der Tag- Nacht- Rhythmus gestört. Das heißt mit anderen Worten, ab 15 Uhr 30 wurde unsere kleine Elfe- wie ich sie gerne nannte- nervös und lief unaufhörlich zwischen Schlafzimmer und ihrem Wohnzimmer auf und ab. Sie deckte ihr Bett auf, sie machte ihr Fenster zu, dann machte sie ihr Fenster auf und deckte ihr Bett zu, und so weiter…
Und wenn wir nicht drauf achteten, und ihr immer wieder sagten „ aber noch nicht zu Bett gehen“, dann war sie auch schon um 17 Uhr im Bett, ohne Abendessen und ohne ihre Tabletten, die wichtig für sie waren. Sie ließ dann auch nicht mit sich reden, dass wir nun alle zu Abend essen wollten, sie weinte dann, sie hätte schon längst gegessen. Sie hatte auch meist etwas vor ihrer Schlafzimmertür stehen, von innen, damit sie nicht von bösen Räubern verschleppt wird in der Nacht. Vor ihrem Sturz war es ihr Nachtschrank, den wir dann aber aus ihrem Schlafzimmer entfernten. Meine Mutter fand immer irgendeinen Gegenstand den sie von innen an ihre Tür platzieren konnte, und wenn es ihre Zudecke und ihr Kopfkissen war.
Wenn sie so früh zu Bett ging, hatte sie um 21 Uhr ausgeschlafen, dann stand sie auf, zog sich an und wenn sie uns dann sah, da wir dann noch in der Küche saßen, sagt sie:
„Guten Morgen, ihr seid aber früh auf….“

In dieser ganzen Situation die mit einem zu pflegendem Elternteil schon schwer ist, und mit zweien noch schwieriger, hatte uns der Himmel derzeit eine wunderbare Hilfe geschickt. Ich war so dankbar !!
Ein Tagestreff für Menschen mit Demenz- und Alzheimererkrankungen hatte in unserer Gegend seine Pforten geöffnet. Als ich das in unserer Tageszeitung las, haben wir gleich einen Schnuppertag verabredet.
Meine Mutter- die nach dem Tod meines Vaters 2002 nirgendwo mehr gerne hin wollte, weil sie sich an den Gesprächen ohnehin nicht mehr beteiligen konnte und es auch nicht wollte, ging sehr gerne zu den „netten Frauen“ wie sie sie nannte. Sie war sehr begeistert und fragte auch selbst, wann sie denn das nächste mal dort hin könne. Es tat ihr gut unter Menschen zu kommen, gefördert und auch mal gefordert zu werden. Dort wurde mit den Besuchern gebastelt, gespielt, gesungen, gereimt, gebacken, gepflanzt oder einfach nur mal zugehört oder geruht, wenn es erforderlich war. Sie ging zunächst an drei Tagen die Woche von 9 Uhr bis 16 Uhr in den Tagestreff.
Es war eine enorme Erleichterung in einer schwierigen Zeit, ich kann es nicht anders sagen. Ich wusste meine Mutter dort in guten Händen und hatte Zeit, Kraft zu tanken für die nächste Runde.

Unsere nächste Aktion ließ aber dennoch nicht so lange auf sich warten….
In der 1.Juniwoche wurde die Hüfte meines Schwiegervaters geröntgt, weil er dort fortwährende Schmerzen hatte, es immer knackte, und irgendwie keine Besserung einkehren wollte, seit der Hüft-OP im Januar.
Die Diagnose: Eine Schraube war gebrochen eine weitere war schief.
Also noch einmal OP, neues Hüftgelenk.
Bei der 1.OP im Januar hatte man ihm Schienen und Schrauben verpasst weil es ein komplizierter Splitterbruch war.
Diese Folge-OP wurde für den 12.Juni geplant. Sie dauerte knapp 4 Stunden, danach 1 ½ Tage Intensivstation. 
4 Tage später- Blutansammlungen im Bein- OP- absaugen. Am nächsten Tag die nächste OP, die Hüftkugel war aus der Pfanne gesprungen. Einrenken unter Narkose war erfolglos also musste er noch einmal operiert werden.
2 Tage später die nächste OP, er brauchte eine neue Hüftpfanne, die größer war, damit nichts mehr rausspringen konnte ebenso eine Knochentransplantation und Verschraubung.
2 Tage Intensivstation und bis zu 2 Wochen strenge Bettruhe, anschließende Reha !


Wie gut dass man nicht weiß was uns die Zukunft bringt.....
Opa hatte ein starkes Herz wie ein Elefant, da er in seinem Alter diese 4 Operationen innerhalb von 12 Tagen so gut verkraftet hatte. Aber seine Gemütsverfassung litt mit jedem Tag den er länger im Krankenhaus bleiben musste. Er tat uns unendlich leid. Mein Mann und ich wechselten uns mit den täglichen Besuchen ab und Oma war meist mit dabei. Sie saß dann auf einem Sessel am Fenster und schaute den Besuchern durchs Fenster zu, die da kamen und gingen ! Ich sendete oft Stoßgebete zum Himmel und bat um Kraft, damit ich für unsere beiden Oldies weiterhin da sein konnte und dass ich meine Sache gut- und vor allem- weiterhin gerne tat. Es blieb sehr viel auf der Strecke, und ich musste oft weinen.

Lieber Leser, 
ich hatte schon zu Anfang erwähnt, warum ich diese Geschichte öffentlich gemacht habe. Ich brauchte ein Ventil, ich musste niederschreiben was ich erlebte, zu Beginn in Tagebuchform, in einer kleinen Kladde. Mit meinen Brüdern konnte ich nicht reden, sie hörten mir zwar zu, kamen aber mit der ganzen Situation nie klar. "Ich finde sie ist wie immer", sagten sie mir oft. In den ersten Jahren ihrer Krankheit haben sie die Augen davor verschlossen, und es fiel ihnen sehr lange nicht auf, dass sich unsere Mutter veränderte, wir liebten unsere Mutter viel zu sehr, als dass es so leicht anzunehmen wäre, das sie jemals nicht mehr sie selbst sein sollte, unsere Mama, unsere Mutti, die immer für uns da war, stark und für alles eine Lösung parat hatte, und gab es keine Lösung gab es eine heiße Milch mit Honig oder ein Marmeladenbrot.
In ihrer damaligen veränderten Situation konnte sich unsere Mama auch sehr, sehr gut verstellen, und die Besuche meiner Brüder waren dafür auch zu kurz um etwas anderes, als das gewohnte perfekte Bild von ihr wahrzunehmen. Meine Mutter merkte selbst sehr wohl, dass irgendetwas mit ihr nicht stimmte, überspielte ihre Veränderung aber und zog alle Register, damit nach außen alles wie immer schien.
Zum Austauschen mit anderen pflegenden Angehörigen kam es nie, weil ich keine kannte, und auch kein anderer so recht Zeit hatte- mich eingeschlossen, ich hatte zu der Zeit einen 24Std.Job.
Und so habe ich meine prägenden Ereignisse niedergeschrieben, die uns sehr berührt haben, und die ein Zusammenleben mit den schon alt gewordenen Eltern nicht alltäglich machten. Eigentlich könnte ich ein richtiges Buch darüber schreiben, die gemeinsamen Jahre gaben viel Stoff für viele Seiten. Hier im Blog ist nur der prägnanteste und intensivste Teil zu lesen.
Es waren Erlebnisse, die einem in mancher Hinsicht den Atem geraubt und die Nächte verkürzt haben, aber es waren auch sehr, sehr schöne Erlebnisse, liebevolle Erlebnisse, Momente der Dankbarkeit und des Lachens.
Irgendwann kommt man aber an einem Punkt in seinem Leben, an dem man merkt, es geht nicht mehr vor und auch nicht mehr zurück. Und an einem solchen Punkt waren wir irgendwann angelangt.  
Nichts ging mehr!
Und trotzdem fragt man sich in solchen Momenten, wie weit kann man noch gehen, wo sind die Grenzen!
Und wir sind sehr oft an unsere Grenzen gestoßen. Insider haben das gemerkt und uns gefragt -wie lange wollt ihr das noch machen, ihr könnt doch schon längst nicht mehr?! Dann lächelten wir, und machten weiter.
Und es kam der Tag an dem wir nur noch zu dritt waren.
20.08.2007
Mein Schwiegervater zog am 20. August in eine sehr schöne Seniorenresidenz, nicht weit von uns entfernt und es ging ihm dort gut. Er hatte dort die Pflege die er brauchte und auch Gesellschaft, die er hier nicht hatte, da er nicht mehr unter die Leute ging. Er war dort der Hahn im Korbe, er war lustig und er wurde dort absolut geliebt, alle mochten ihn.
Er hatte uns auf seine Weise die eigentliche Entscheidung zu diesem Schritt abgenommen. Es war bestimmt kein leichter Schritt für uns alle, aber so wie es war mit der häuslichen Situation, konnte es nicht weiter gehen, denn unsere Zeit zusammen war nicht mehr schön - für keinen von uns. Es gab sehr viele Unstimmigkeiten und Streit zwischen Vater und Sohn, und Eifersüchteleien, zwischen meinem Schwiegervater und mir, da meine Mutter durch ihre fortgeschrittene Demenzerkrankung immer mehr intensivere Aufmerksamkeit brauchte. Mein Schwiegervater war an manchen Tagen schon recht genervt von ihr, von ihren immerwährenden gleichen Fragen, von ihrer Ruhelosigkeit, und Gespräche konnte und wollte er auch nicht mehr mit ihr führen. Sie tat ihm nur noch leid. 
Wer seine Eltern zu Hause betreut und gepflegt hat, kann vieles was wir erlebt haben nachempfinden, und würde sicherlich nicht über uns urteilen, dennoch sind die Vorwürfe auf uns niedergerasselt, und man hatte das Gefühl versagt zu haben. Und die Menschen, die nicht verstehen, wie das alles geschehen konnte und das man so am Ende war, dass man selbst sterben wollte, um dem Ganzen zu entfliehen, diese Menschen sahen immer nur unser Sonntagsgesicht, aber die Tränen hinter der Fassade hat keiner von ihnen gesehen, und sie haben uns auch keine helfende Hand gereicht...
Und so hat alles seine Zeit, sich begegnen und verstehen, sich halten und lieben, sich loslassen und erinnern....
Etwa zur selben Zeit hatte meine Mutter im Fortschreiten ihrer Erkrankung einen so weiten Schritt gemacht, dass sie –zwar noch mobil war -aber von ihrer Betreuung her einem 3jährigen Kind glich. Es war eine große Hilfe, dass sie nach wie vor, an drei Tagen die Woche in eine Tagespflegestelle ging, mittlerweile allerdings in eine andere, für ihre Bedürfnisse passendere Stelle, aber an den 4 übrigen Tagen, die die Woche noch hatte, war es unendlich schwierig, und meine Kräfte schwanden immer mehr.

Meine Mutter konnte nicht mehr allein sein, sie suchte ständig nach mir. War ich nicht in Sichtweite wurde nach mir gerufen. Das war so schlimm, dass ich nicht mal allein zur Toilette gehen konnte, sie folgt mir selbst dort hin. Ich musste sie mit ins Büro nehmen, das hatten wir zum Glück im Haus, und sie saß hinter mir wenn ich meiner Arbeit nachging. An allen Türen hatten wir nach ihrem Reha- Aufenthalt Schilder angeklebt, da sie sich im Haus- in dem sie schon 57 Jahre wohnte, nicht mehr auskannte. Das war nun auch hinfällig, weil sie es nicht mehr verknüpfen konnte drauf zu schauen um zu lesen und somit auch nicht mehr in Verbindung brachte mit dem Raum der hinter dem Türschild lag.
Sie las die Schilder auch nicht mehr, obwohl sie noch lesen konnte, sie wusste demnach auch nicht wo sie sich gerade befand und auch nicht wohin sie wollte.
Mein Mann und ich dachten an manchen Tagen daran, 
dass irgendwann der Zeitpunkt auch für uns gekommen sein wird, an dem wir eine Entscheidung treffen sollten. Denn seit wir erwachsen waren und selbst Kinder hatten, haben wir uns um unsere Familien gekümmert, und das gern, von Herzen und mit unserer ganzen Liebe.
Wir haben 5 Kinder großgezogen, die schon eigene Kinder hatten, wir hatten 2 Pflegekinder, hatten nun seit 5 Jahren Oma und Opa bei uns, und hatten eigentlich nie richtig Zeit für uns. Ich glaube so richtig kannte ich
meinen Mann zu der Zeit noch gar nicht, ich hatte ihn noch nie längere Zeit für mich alleine. Hinzu kommt dass wir auch schon Enkelkinder hatten, für die wir selten oder kaum da sein konnten.

Klingt das jetzt egoistisch?
Nein, ich glaube nicht, denn wir haben uns unser Leben wie es war und wie es jetzt ist, selbst so hingebaut, wir wollten das so und ich würde es genauso wieder machen, mit kleinen Abänderungen, ich würde mir mehr Auszeiten nehmen, und diese mit Freude und Spaß mit den Enkelkindern verbringen, diese schöne Kinderzeit bringt mir niemand mehr zurück.
Wir lebten aber im hier und jetzt und gaben unser Bestes bei der Versorgung und der Pflege unserer Eltern, und zuletzt nun mit meiner Mutter, bis wir ein weiteres mal sanft, aber bestimmend an unsere Grenzen geführt wurden – weil wir selbst sie wieder überschritten hatten…
Ich hatte mich zu der Zeit mit einem Herrn unterhalten, dessen Mutter kurz zuvor verstorben war, und er und seine Frau sich nun um den an Demenz erkrankten Vater kümmerten. Er hatte mich um Rat gefragt und nach unseren Erfahrungen mit der Betreuung und Pflege unserer Eltern. Sie wollten nun ihren Vater zu sich nach Hause holen.
Ich konnte ihm aus meiner Sicht der Erfahrungen nur empfehlen, sich gut darüber im Klaren zu sein, was das alles mit sich bringen würde. Und dass es auch sehr wichtig sei, dass beide Partner dieses auch wollen, "gemeinsam" und mit allem was dazu gehört. Der Mann entgegnete mir einen ganz besonderen Satz, er sagte zu mir: "ich bin es meinem Vater aber doch schuldig."
Was sollte ich darauf antworten. Ich konnte darauf nicht antworten, konnte dem Mann nicht das sagen, was er sich vielleicht wünschte zu hören. Ich wollte ihm auf keinen Fall von seinem Vorhaben abraten, weil ich es ganz wunderbar finde, wenn sich jemand dazu bereit erklärt sich um seinen Vater oder seine Mutter zu kümmern und sie zu pflegen. Ich ließ damals diesen besonderen Satz im Raum stehen. Wir unterhielten uns weiter, aber nur noch über ganz alltägliche Dinge, die das gemeinsame Leben mit sich brachte mit einem zu pflegenden Elternteil. Fragen die er mir stellte beantwortete ich gern, soweit ich diesbezüglich Erfahrungen hatte, aber ich ging nicht tiefer ins Detail. Vielleicht hätte ich ihm mehr von unserem Alltag erzählen sollen, von vielen schlaflosen Nächten, vom Kampf gegen Windmühlen was die Demenz betraf, von Eltern die immer hilfloser werden, aber mein Gefühl sagte mir, "nicht jetzt", denn dieser Mann muss seine Erfahrungen selbst machen, er wäre zu sehr beeinflusst von meinen Worten. Ich dachte vor Jahren einmal ähnlich wie er jetzt, ich hatte es auch irgendwo erwähnt in einem meiner Abschnitte weiter vorne in einem Kapitel. Jeder muss für sich selbst entscheiden, was er sich zutraut und wieweit er in der Lage ist so eine Aufgabe zu bewältigen. Wir können alle nur unser Bestes geben. Manchmal wachsen wir an unseren Aufgaben, manchmal scheitern wir. Aber wenn man es nicht versucht, wird man es nicht erfahren.

Und eines habe ich aus allem was wir erfahren durften und erfahren mussten gelernt: Man ist keinem Elternteil etwas schuldig,
auch dann nicht wenn sie uns mit viel Liebe und Fürsorge auf das Leben vorbereitet haben. Man sollte bei so einer wichtigen Entscheidung nicht von Schuld sprechen, heute weiß ich es auch besser. Meine Schuldgefühle kamen bei mir
erst, als meine Kraft zu schwinden schien und ich dann dachte "warum tu ich mir das hier alles überhaupt an"?
Als mein Mann und ich die Entscheidung trafen, uns um unsere Eltern zu kümmern, haben wir nie einen Gedanken daran verschwendet es unseren Eltern schuldig zu sein, und uns um sie kümmern zu müssen. Wir wollten das von uns aus, wir beide trafen diese Entscheidung zusammen, für unsere Eltern, weil es das Beste für uns alle war.
Leider hat nicht jeder alte Mensch das große Glück über Nacht einzuschlafen, weil der Zeitpunkt, vielleicht mit 79 oder 84 Jahren, gekommen sei. Es gibt so viele alte pflegebedürftige Menschen, die nur darauf warten, dass sie gehen dürfen. Und ich kenne mittlerweile sehr viele „Kinder“ dieser alten Menschen, aus den Tagespflegestellen die meine Mutter besuchte, die auch bis zur vollkommenen Aufopferung und Erschöpfung ihre Mutter oder ihren Vater pflegten. In vielen Fällen war es eine Selbstverständlichkeit, weil sie schon immer zusammen wohnten und es auch weiter zur Gewohnheit werden ließen, egal wie viel Kraft es sie kostete.
Leider sind in vielen Fällen auch Außenstehende daran beteiligt die pflegenden Angehörigen zu manipulieren, indem sie ihnen ein schlechtes Gewissen einzureden versuchen…
„ihr werdet doch Eure Mutter (Vater) nicht ins Heim abschieben, das könnt ihr doch nicht tun, ich habe meine Mutter 10 Jahre zu Hause gepflegt….“
Aber die Umstände waren vielleicht anders. Mein Mann und ich haben auf keinen der außenstehenden Leute gehört, denn diese konnten nur den Moment beurteilen, den Moment den sie zu Besuch kamen, oder den Moment den sie sich genommen haben um mal anzurufen.
Wir hatten diese Situationen auch, mit dem Umzug meines Schwiegervaters in das Seniorenwohnheim.
Ich habe in den 80er Jahren eine Ausbildung in der Altenpflege gemacht, mit dem Hintergedanken, wenn meine Eltern oder Schwiegereltern einmal alt sind, und Hilfe brauchen, für sie da sein zu können. Ich war fest entschlossen und die Arbeit in dem Altenheim- ich war auf der beschützenden Station- hat mir so unglaublich viel Freude gemacht, dass ich das Jahre später immer noch mal aufgreifen wollte.


Aber nichts kommt dem nahe, wenn man zu Hause seine Eltern pflegt. Denn da kann man nicht die Tür hinter sich zumachen und sagen „ich hab doch jetzt Feierabend“.
Ich habe mich in der Zeit verändert, WIR haben uns verändert, mein Mann und ich, durch unsere häusliche Situation, das bringt der Alltag so mit sich. Ich wurde hart, nicht mehr so feinfühlig, aber trotzdem emotional aufgewühlt, weil sich in mir sehr viel anstaute, was dann in einer emotionalen Situation oder einer traurigen Szene aus einem Film, das Ventil fand, und dann heulte ich regelrechte Sturzbäche. Ich wurde nervös und hatte oftmals keine Geduld, oder ich hatte an manchen Tagen eine Wahnsinns Wut im Bauch und wusste nicht warum. Und wird die Seele krank, wird auch der Körper krank. Ich hatte ständige Schmerzen am ganzen Körper, im Bauch, Armen, Beinen. An manchen Tagen konnte ich nicht richtig laufen. Meine Seele schickte mir Signale...
Und dann schaute ich meine Mama an und dachte zurück an die Zeit, als ich noch ein Kind war und sie mir die Haare geflochten hat, mir Geschichten vorgelesen hat und mit mir gesungen und gespielt hat.
Ich hatte dann das Bedürfnis sie ganz fest in meine Arme zu nehmen und ihr einen Teil ihrer grenzenlosen Liebe zurückzugeben, aber nicht, weil ich es ihr schuldig war, sondern weil ich es gerade jetzt so wollte !!
Und wenn ich der Meinung war, das der Zeitpunkt gekommen ist an dem sich jemand anderes um meine Mama kümmern sollte, der ihr jegliche Pflege und professionelle Fürsorge zuteilwerden lässt, jemand der nach getaner Arbeit die Tür hinter sich zumachen kann und Feierabend hat, dann ist das absolut in Ordnung, und auch auf gar keinen Fall ein Abschieben !!!

Weiter geht's mit Kapitel 3

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