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Sonntag, 21. August 2022

...unsere Tiere Kapitel 3

 Kapitel 3

Unsere Zeit mit Bella,
..sie ging zu Ende 

Ein Kind antwortete einem Erwachsenen, der sich darüber Gedanken machte, warum Tierleben kürzer sind als Menschenleben: "Jeder wird geboren, um zu lernen wie man ein gutes Leben lebt, alle lieb hat und freundlich ist.
Tiere wissen schon wie das geht und darum brauchen sie nicht so lange auf der Erde zu bleiben".

Auszug aus dem Buch von Penelope Smith: "Tiere erzählen vom Tod"
Ein so schönes Buch !

Er ist dein Freund, dein Partner, dein Beschützer, DEIN HUND.
Du bist sein Leben, seine Liebe, sein Anführer.
Er wird bei dir bleiben, treu ergeben, bis zum letzten Schlag seines kleinen Herzens.
Im Leben der beste Freund, beim Begrüßen der Erste, sein treues Herz gehört seinem Herrchen oder Frauchen, er schuftet, kämpft, lebt und atmet nur für DICH 💗

September 2011, der letzte Urlaub mit unserer wunderschönen, treuen Freundin Bella, es war der Urlaub, in dem das Schicksal seinen Lauf nahm. Wir waren auf der Insel Fanö. In den ersten Tagen war unsere Bella munter, verspielt und guter Dinge. Sie tobte mit uns am Strand, suchte Stöckchen oder rannte wild durchs Wasser. Vier Tage später kippte dann die Stimmung und Bella veränderte sich. Sie war nicht mehr so agil wie die Tage zuvor, sie schlief viel und hatte wenig Appetit. Wenn wir runter zum Strand gingen, sprang sie nicht wie sonst wild durchs Wasser, unsere Hündin legte sich stattdessen ins seichte Wasser und blieb dort liegen. Wir bemerkten an ihrem Bauch an der Säugeleiste eine Verdickung, die sich sehr warm anfühlte, weshalb sich Bella in das kühlende Wasser legte.
Wir vermuteten eine Scheinschwangerschaft und fuhren nach unserer Rückkehr sogleich zu einer Tierärztin, die an dem Wochenende Notdienst hatte, denn Bellas Zustand war immer noch unverändert.
Die Ärztin diagnostizierte eine Entzündung in der Säugeleiste, das käme mal vor, wenn die Hündinnen nach der Läufigkeit eine Scheinschwangerschaft bekämen. Das war für uns erst einmal eine plausible Erklärung. Sie spritzte unserer Hündin ein Antibiotika und ein entzündungshemmendes Medikament, und wir sollten am darauffolgenden Tag wieder kommen, und die nächsten 2 Tage ebenso. Die Arzneimittel zeigten aber keinerlei Wirkung und der Zustand unserer Bella verschlechterte sich. Leider war zu der Zeit unser Tierarzt zu dem wir mit all unseren Tieren gehen und dem wir auch vertrauten, im Urlaub. Ich war mit der Behandlung, die Frau Dr. S. weiterhin machte, ganz und gar nicht einverstanden, sie drückte an der schon wunden Stelle an der Säugeleiste jedes mal heftig rum, und sagte das Wundwasser müsse rausgequetscht werden. Bella schrie oft laut auf vor Schmerzen, und ich fand die Aussage der Ärztin suspekt. Und immer wieder Spritzen mit Antibiotika und Entzündungshemmende Mittelchen, die nicht mal einen kleinen Hauch von Besserung zeigten. Ich stellte Bella ein paar Tage später in einer Tierklinik vor, und war total erschrocken darüber, als auch die dort behandelnde Ärztin, zu mir sagte "die Kollegin hätte schon gewusst was sie tut und hätte alles richtig gemacht, sie könnten auch nichts anderes tun, man würde es immer erst mit Medikation versuchen und dann erst weitere Schritte gehen, und das dauert halt alles seine Zeit.
Es vergingen weitere 2 Wochen, in denen es immer wieder hieß abwarten, wir müssen erstmal abwarten.
Mittlerweile hatte unsere Hündin Probleme mit ihrer Atmung, sie bekam schwer Luft, und sie war sehr verändert, als wenn sie fühlte, dass es ernst ist. Wir riefen Frau Dr. S, an, und sagten ihr, dass Bella Atembeschwerden hätte und das sich rund um die Säugeleiste Knötchen bildeten und die Verdickung sich sehr vergrößerte habe. Es wäre eine Reaktion auf die Medikamente, es käme schon mal vor, dass die Tiere darauf reagieren und schlapp wären, so ihre Aussage.

Du bist so hilflos, hast deinen geliebten kranken Hund im Arm, der Schwierigkeiten hat zu atmen, streichelst seinen geschwächten Körper und siehst wie sein Körper sich verändert, und du musst den Ärzten- auch den Klinikärzten vertrauen....so eine blöde Schei..., Bella ist erst 8 Jahre alt, viel zu früh zum sterben, und irgendwie hatte ich das Gefühl, sie wird bald gehen...
Unsere Arztpraxis hatte die darauffolgende Woche zum Glück wieder geöffnet und dort wurde unsere Bella ganz gründlich untersucht und ein Blutbild gemacht sowie auch eine Röntgenaufnahme. Gott sei Dank war ihre Lunge frei, wir hatten schon das Schlimmste vermutet.
Wir bekamen den schnellstmöglichen Termin für eine OP in der die komplette Säugeleiste entfernt werden musste, verbunden mit einer Kastration. Alles lief gut und unsere Bella hatte die Operation gut überstanden. Wir wurden vor der OP vom Arzt gefragt, ob wir den Befund von der Pathologie haben möchten, ob er das entnommene Gewebe einschicken soll, nach kurzem Überlegen verneinte ich das.
Wir waren sehr erleichtert, dass es unserer süßen Fellnase bald wieder besser gehen würde, ich wollte nichts lesen was meine Hoffnung zerschlagen könnte. Wir verwöhnten Bella wo wir konnten, schliefen mit ihr im Wohnzimmer, weil sie keine Treppen steigen sollte, ich gab ihr Reiki und wir lasen ihr jeden Wunsch von den Augen ab.
Unsere Bella zeigte uns tagtäglich ihre Dankbarkeit.
Als nach ca. 2 Wochen die Fäden gezogen wurden, war der Arzt mit der Entwicklung sehr zufrieden. Die Wundheilung war super und Bella war wieder die lustige Hündin, der mit ihrer großen Hundeliebe Max, durch Wälder und Wiesen lief. Sie hatte so viel Power wie ein junger Hund, und die Qualen und Schmerzen der letzten Monate schienen vergessen. Sie machte wieder lauter lustige Dinge, die zuvor wegen ihrer Krankheit nicht mehr möglich waren. Es war so schön, und wir waren sehr dankbar.

Kurz vor Weihnachten verschlechterte sich der Zustand von unserer Hündin wieder. Sie war wieder sehr schlapp, hat kaum gefressen und Unmengen an Wasser getrunken und sie wirkte unendlich traurig. Sie hatte zwar beim spazieren gehen Freude, aber es schwächte sie sehr, sie schlief danach gleich ein und die Runden mussten sehr kurz ausfallen. Wir waren sehr erschrocken als wir wieder kleine Knötchen entlang ihres Bauches tasteten und unter ihrer rechten Achsel war der Lymphknoten arg angeschwollen. Wir wussten was das bedeutet, aber die Hoffnung stirbt ja bekanntlich zuletzt, und so hofften wir natürlich, es wäre eine allergische Reaktion auf den OP- Faden, wie unser Arzt vermutete. Es sah für ihn so untypisch aus, als dass es eine Krankheit sein könnte, die unserem Hund das Leben kosten könnte. Bella bekam Cortison gespritzt und wieder Antibiotika.
Aber leider machten wir uns da alle nur was vor. Unser Tierarzt hatte uns vor der OP gefragt, ob er das entnommene Gewebe einschicken solle. Ich hatte da mit mir gekämpft, ob ja oder nein, aber tief in meinem Herzen wusste ich wohl da schon, dass wir unsere geliebte Bella verlieren würden. Aber das sind Dinge, die willst du nicht bestätigt wissen, auch wenn du sie schon weißt, das willst du nicht noch schwarz auf weiß lesen....
Die Wochen die dann kamen, waren sehr traurig. Man versuchte das Unvermeidbare zu verdrängen und sah die kleinen Glücksmomente, die man in der Zweisamkeit mit seinem Tier jeden Tag erlebte, als ein Geschenk an. Ich gab unserer Bella immer wenn es möglich war Reiki und sie schmiegte sich ganz eng an mich und drückte ihren wehen Bauch an meine Hände. Wir genossen diese gegenseitige bedingungslose und innige Liebe. Wann immer ich mich zu ihr auf den Boden setzte, schmiegte sie sich eng an mich. Sie schlief bei uns auf der Bettdecke, weil sie unsere Nähe suchte. Bella konnte schon nicht mehr allein auf`s Bett springen und auch nicht mehr runter, sie benötigte unsere Hilfe dafür, weil ihre Kräfte längst nachgelassen hatten. Sie gab uns all ihre Liebe, und schmuste ganz viel mit uns, wenn ich weinen musste, schaute sie mich an und leckte mir die Tränen von den Wangen, sie schien mir zu sagen "es ist ok" 
Ich hätte mich so gern mit ihr verbunden, wie ich es schon mit vielen Tieren zuvor gemacht hatte, um sie zu fragen, was ich für sie tun konnte, aber meine Gefühle waren zu nah dran ich konnte mich nicht rausnehmen um einen klaren Kopf zu haben. Ich wusste sie würde über ihr Ende reden und mich trösten wollen....
Wir kamen um eine Biopsie nicht herum, damit wir Klarheit hatten und alles tun konnten um unserer Hündin zu helfen, wenn auch nicht mehr bei ihrer Genesung, dann aber auf jeden Fall während ihrer letzten Tage.

Freitag, der 13. Januar, 

ich bin bestimmt nicht abergläubisch, aber dieser Tag war kein guter Tag. Wir bekamen an diesem Tag die traurige Nachricht, dass unsere Bella unheilbar krank sei. Das Ergebnis der Biopsie, die einige Tage zuvor durchgeführt wurde, weil es unumgänglich war, ergab, dass sie an Lymphdrüsenkrebs erkrankt war. Es war eine sehr aggressive Form und die Aussicht auf Heilung war nicht gegeben. Dir Tierärztin fragte mich wann wir unsere Hündin erlösen wollen. Ich tat mich damit so unsagbar schwer, den richtigen Zeitpunkt zu wählen, NIE ist es der richtige Moment...aber ich MUSSTE ! Es ging nicht darum ob ich es kann oder will, ICH MUSSTE EINFACH !

Wir haben uns für den darauf folgenden Montag verabredet, ich wollte es ihr ersparen im sterilen und kalten Arztzimmer zu sterben, die Ärztin hat gesagt, sie käme zu uns nach Haus.

...es waren die letzten 2 Tage die wir noch mit unserer Bella hatten und sie waren so kostbar, so besonders, so voller Liebe.
Unser Oscar wich Bella nicht mehr von ihrer Seite, er lag immer ganz dich an sie gekuschelt. Er begleitete seine liebe Freundin ganz genau so wie den jungen Mann in unserer Nachbarschaft. Schon 2 Wochen zuvor, als Bella noch in unserem Bett schlief, hat sich Oscar schon immer zu ihr gelegt. Er ist ein so wundervoller und so besonderer Kater unser Oscar.
Am Sonntag kamen Freunde und Familie um Bella Lebewohl zu sagen. Alle die, die unsere wundervolle Hündin in Liebe verabschieden wollten. Wir hatten von unserer Tierärztin Schmerzmittel bekommen, damit es ihr einigermaßen, den Umständen entsprechend, gut ging. Max, Bella`s einzige große Liebe, kam mit Frauchen und Herrchen auch. Max ist ein wunderschöner Bordercollie-Rüde. Sie erlebten an diesem Sonntag ihren letzten schönen Tag zusammen, kuschelten miteinander und leckten sich gegenseitig ihre Schnauzen. Max war so unglaublich zärtlich und vorsichtig mit Bella und sie standen lange nebeneinander um ihre Gedanken und ihre Liebe auszutauschen. 
Ich werde diese traurigen Hundeaugen niemals vergessen, 
in die ich an diesem Tag geschaut habe...

Der Montag kam und mit ihm die letzten Stunden mit unserer Bella.
Es war in der Mittagszeit als die Ärztin kam, und wir breiteten im Wohnzimmer Bella ihre Kuscheldecke aus. Sie legte sich darauf und wir setzten uns neben sie. ich hielt ihren Kopf und mein Mann hatte seine Hand unter ihrer Schnauze und streichelte ihr den Rücken. Sie schaute uns mit ihren trauen liebevollen Augen an und schien uns zu sagen: "ich liebe euch, lasst mich nun gehen und habt Dank für alles."
Die Tierärztin war sehr mitfühlend, sie war in jeder Weise bei uns.
Sie setzte die erste Spritze, ein Narkosemittel, welches etwas höher dosiert wird, unsere Maus viel in einen tiefen Schlaf und die Ärztin setzte dann die zweite Spritze, aus dem sie nie mehr erwachen würde....
Ich glaube ich hatte in den letzten Jahren noch nie so furchtbar doll geweint wie an diesem Tag, in dieser Stunde.
 💖meine geliebte treue Bella, nie würde ich vergessen wie weich sich dein Fell anfühlt und dein Köpfchen hatte immer einen ganz besonderen Duft, es war eine Mischung aus Davidoff Coll Water (von Herrchen) und deinem wundervollen Hundefellgeruch💖

Als Bella`s Seele ihren Körper verlies fing es an zu schneien. Schöne dicke Flocken fielen vom Himmel, sie liebte Schnee, sie fand es toll durch hohen Schnee zu hopsen und mit ihrer Schnauze die Flocken zu fangen. Sie schien uns sagen zu wollen: "schaut, es geht mir gut, ich hab es geschafft und bin nun frei vom Schmerz." 
Am Nachmittag haben wir Bella im Garten begraben, den Platz dafür lies sie mich viele Tage zuvor als klaren Gedanken wissen. Als Bella begraben war und wir uns in den Arm nahmen, kam aus einem wolkenverhangenen grauen Schneehimmel ein einziger Sonnenstrahl hervor, und dieser schien direkt auf die Stelle, an der wir unsere Maus begraben hatten. Es war unglaublich, er schien tatsächlich nur auf diese eine Stelle. Das glaubt dir keiner, wenn du das nicht selbst erlebt hast. Für uns war das ein sicheres Zeichen, dass unser geliebte Hündin nun über die Regenbogenbrücke gegangen ist. 


Sie wird dort auf uns warten bis wir uns wiedersehen. Sie wird auf uns zulaufen und uns freudig mit wedelndem Schwanz begrüßen, uns durch unser Gesicht lecken und wir werden für immer zusammen sein. 

..und dann kam Paula

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